 |
Bekommen die Kinder bei den Kursen Angst?
|
 |
Kann man in dieser kurzen Zeit den Kindern überhaupt etwas nachhaltig vermitteln?
|
 |
Muss ich als Elternteil unbedingt an dem Elternabend teilnehmen?
|
 |
Was versteht man unter "sexuellem Missbrauch von Kindern"?
|
 |
Es gibt doch auch sog. "Lolitas", die von sich aus eine Beziehung mit einem Erwachsenen suchen. Ist das Kind hier nicht selbst schuld, wenn etwas passiert?
|
 |
Wo kommt sexueller Missbrauch von Kindern eigentlich vor?
|
 |
TäterInnen - was sind das für Menschen?
|
 |
Früher hat es das nicht gegeben!
|
 |
Woher weiß ich, dass ein Kind sexuell missbraucht wird?
|
 |
Ich habe den Verdacht, dass ein Kind sexuell missbraucht wird - was kann ich tun?
|
 |
Was versteht man unter "körperlicher Misshandlung von Kindern"?
|
 |
Eine "Watschn" hat doch noch keinem Kind geschadet! Die betteln doch direkt darum!
|
 |
Wie kann ich unterscheiden, ob blaue Flecken vom Spielen kommen, oder ob das Kind geschlagen wurde?
|
 |
Bekommen die Kinder bei den Kursen Angst?
Spaß, Spiel und viel Applaus stehen bei unseren Kursen im Vordergrund. Wir verzichten auf jegliche Angstszenarien. Die Kinder bekommen von dem ernsten Hintergrund des Kurses nichts mit. Wir wollen die Kinder stärken und begeistern, nicht verängstigen.
|
 |
Kann man in dieser kurzen Zeit den Kindern überhaupt etwas nachhaltig vermitteln?
Uns liegt daran, den Kindern klare Konzepte an die Hand zu geben, wie sie schwierige Situationen meistern können. Ihr Kind soll keine Fragen mit nach Hause nehmen, sondern Lösungen. Langfristig sind jedoch Sie als Eltern gefragt. Sie bekommen von uns Tipps, wie Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kinder in der täglichen Erziehungsarbeit steigern können.
|
 |
Muss ich als Elternteil unbedingt an dem Elternabend teilnehmen?
Der Elternabend ist der wichtigste Teil des Kurses. Hier erfahren das notwendige Hintergrundwissen und Tipps, um mit Ihren Kindern nachhaltig weiter arbeiten zu können.
|
 |
Was versteht man unter "sexuellem Missbrauch von Kindern"?
Sexueller Missbrauch an Kindern ist jede sexuelle Handlung, die an oder vor einem Kind entweder gegen den Willen des Kindes vorgenommen wird oder der das Kind aufgrund körperlicher, psychischer, kognitiver oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen kann. Der Täter/die Täterin nutzt seine/ihre Macht- und Autoritätsposition aus, um seine/ ihre eigenen Bedürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen.
Bis heute gibt es keine allgemein gültige Definition sexuellen Missbrauchs an Kindern. Einig sind sich die WissenschaftlerInnen darüber, dass alle sexuellen Handlungen, die durch Drohungen oder körperliche Gewalt erzwungen werden, sexueller Missbrauch sind. (Zitat: Dirk Bange, Dipl. Pädagoge, Autor und Herausgeber zahlreicher Fachpublikationen).
|
 |
Es gibt doch auch sog. "Lolitas", die von sich aus eine Beziehung mit einem Erwachsenen suchen. Ist das Kind hier nicht selbst schuld, wenn etwas passiert?
Jeder Erwachsene weiß, dass sexuelle Kontakte zu Kindern verboten sind. Somit hat er/sie auch die Verantwortung für die Missbrauchshandlung zu übernehmen.
|
 |
Wo kommt sexueller Missbrauch von Kindern eigentlich vor?
Sexueller Missbrauch kommt in allen Gesellschaftsschichten vor und lässt sich auch nicht an einer speziellen sozialen Herkunft von Opfer oder TäterIn festmachen. Es ist keinesfalls ein Problem, das nur sozial Schwache oder Menschen mit geringer Bildung betrifft.
Da TäterInnen auch heute noch oft als unattraktiv, pervers oder krank wahrgenommen, bzw. auch der Öffentlichkeit so dargestellt werden, existiert großteils immer noch ein falsches TäterInnen-Bild. Eltern wiegen sich dadurch oft in falscher Sicherheit, denn wer hat schon in seinem Verwandten-/Bekanntenkreis "sowas Krankes"! Wissenschaftliche Forschungen belegen aber, dass MissbrauchstäterInnen ganz normale Menschen sind. Sie können nicht selten berufliche Erfolge vorweisen, genießen Ansehen und Beliebtheit und kommen entgegen dem "bei-uns-gibt-es-sowas-nicht"-Denken sogar bis zu 80 % (Quelle: Bundeskriminalamt Deutschland) aus besagtem Verwandten-/Bekanntenkreis.
Fazit: Kindern droht die meiste Gefahr dort, wo wir sie eigentlich in Sicherheit wähnen.
|
 |
TäterInnen - was sind das für Menschen?
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass es keine einheitlichen, typischen TäterInnen-Merkmale gibt. Diese Menschen sind beim ersten Mal hinsehen, weder psychisch- noch verhaltens-auffällig. Sie leben meistens gut angepasst unter uns, was der wirksamsten Schutz vor Verdächtigungen oder gar Anschuldigungen ist.
Auffallend bei Tätern ist dennoch eine ausgeprägte, sexistische Grundhaltung und die Beanspruchung einer Vormachtsstellung gegenüber Frauen.
Ca. 90 % der Täter sind Männer, ca. 10 % Frauen. Täterinnen üben den Missbrauch nicht selten zusammen mit einem Partner aus.
|
 |
Früher hat es das nicht gegeben!
Da sexueller Missbrauch jahrzehntelang verschwiegen und tabuisiert wurde, kann dieser Eindruck leicht entstehen.
Dies wurde durch das Fehlen adäquater Anflaufstellen zusätzlich verstärkt. Fakt ist, sexuellen Missbrauch hat es
schon immer gegeben, wie die Statistik
des Bundeskriminalamtes Deutschland für den Zeitraum 1987 bis 2004 zeigt! Bezieht man diese statistischen Zahlen auf
die Bevölkerungszahl der Bundesrepublik Deutschland, so entsteht der Eindruck, dass doch relativ wenig Kinder von dieser
Tat betroffen sind. Man darf dabei jedoch nicht übersehen, dass es sich hier um das sog. Hellfeld handelt, also den Taten,
die zur Anzeige gebracht wurden.Die Ergebnisse von Dunkelfeldforschungen variieren, man spricht von 10 bis 90 %.
Aufgrund wissenschaftlicher Untersuchungen in Amerika und Europa gelten folgende Zahlen als wissenschaftlich gesichert: Jedes 3 bis 4. Mädchen und jeder 7. bis 8. Junge werden sexuell missbraucht.
|
 |
Woher weiß ich, dass ein Kind sexuell missbraucht wird?
Sexueller Missbrauch löst bei den Opfern immer Reaktionen aus, sprich, es tritt eine Verhaltensänderung beim betroffenen Kind ein, wie z. B. Aggression oder Zurückgezogenheit. Nur in seltenen Fällen, insbesondere wenn der Täter/die Täterin aus dem sozialen Nahbereich kommt, sucht das Kind ein Gespräch! Besonders wichtig ist es daher auf die Körpersprache von Kindern zu achten. Änderungen im Verhalten von Kindern haben Ursachen, die Sie als Erwachsene hinterfragen müssen.
|
 |
Ich habe den Verdacht, dass ein Kind sexuell missbraucht wird - was kann ich tun?
Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Kind sexuell missbraucht wird, oder sogar konkret von einer solchen Tat wissen, so
sollten Sie mit diesem Verdacht/Wissen keinesfalls allein bleiben! Es gibt zwischenzeitlich umfangreiche Informations- und
Unterstützungsangebote von Beratungsstellen - holen Sie sich dort kompetenter Rat um Opfer auf ihren Weg zurück in die ormalität zu unterstützen.
Wir haben hier einige Links von Beratungsstellen für Sie zusammengestellt. Sie werden dort teilweise noch detaillierte
Ausführungen zu der Thematik "sexueller Missbrauch" finden, bzw. können Sie sich online gleich über die jeweilige Beratungsmöglichkeit informieren. Für die Arbeit der aufgeführten Institutionen und Einrichtungen übernehmen wir keine Qualitätsgarantie - es soll Ihnen lediglich einen kleinen Überblick über vorhandene Hilfeeinrichtungen geben.
Beratungsstelle des Polizeipräsidiums München
Informationen des Jugendamtes München
Beratunsangebote des Kinderschutzzentrums
|
 |
Was versteht man unter "körperlicher Misshandlung von Kindern"?
Kindesmisshandlung ist eine nicht zufällige körperliche und / oder seelische Schädigung, die zu Verletzungen, Entwicklungsstörungen oder sogar zum Tode führt.
|
 |
Eine "Watschn" hat doch noch keinem Kind geschadet! Die betteln doch direkt darum!
Niemand bettelt darum geschlagen zu werden! Denken Sie an Ihre eigene Kindheit zurück - haben Sie jemals um Schläge
"gebettelt"? Geschlagen wird aus einem Gefühl der Hilflosigkeit/der Überforderung heraus - Aggressivität als Folge von "Schwäche", egal wie - Hauptsache man ist der "Stärkere". Nicht allein deswegen ist Kommunikation mit eine der wichtigsten Erziehungsgrundlagen.
Viele berufen sich auch heute noch auf das "Züchtigungsrecht", das früher im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankert war. Der Gesetzgeber hat aber längst reagiert und zwischenzeitlich ist das Recht auf gewaltfreie Erziehung dort festgeschrieben.
|
 |
Wie kann ich unterscheiden, ob blaue Flecken vom Spielen kommen, oder ob das Kind geschlagen wurde?
Verletzungen die auf eine körperliche Misshandlung zurückzuführen sind, hinterlassen nicht nur äusserlich Spuren bei den Opfern.
Bei betroffenen Kindern sind Verhaltensänderungen/-auffälligkeiten festzustellen.
|