Ein Satz, der einem schon mal in den Sinn kommt, wenn man mit manchen Bildern und Geschichten aus anderen
Ländern konfrontiert wird. Und nicht selten sind es die Kinder, die offensichltich am meisten unter den
Lebensbedingungen leiden, ohne Perspektive und Chance auf eine Zukunft.
Wir haben uns daher entschieden, bei der Kindernothilfe eine Patenschaft zu übernehmen. Warum die Kindernothilfe?
Durch die Möglichkeit mit dem Kind in Briefkontakt zu treten, bleibt die Spende nicht anonym und man kann etwas über
die Lebenverhältnisse des Kindes und seiner Familie erfahren.
Ziel der Kindernothilfe ist eine Welt, in der Kinder und Jugendliche die Chance auf ein menschenwürdiges Leben
haben, ihre Potenziale entfalten können und gemeinsam mit ihren Familien und Gemeinschaften ihre
Entwicklung in die eigenen Hände nehmen. In der Prinzipien der Partizipation und Hilfe zur Selbsthilfe sowie der Kinderrechteansatz wichtige
Grundlagen bilden. Kinder nur als Opfer und Hilfsempfänger anzusprechen, entmündigt sie. Kinder und Jugendliche
als Subjekte ihrer Entwicklung anzusehen und ihre aktive Beteiligung an Entscheidungen in der Projekt- und
Programmarbeit fördern.
Das sind Ziele und Prinzipien, mit denen auch wir uns identifizieren.
Unser Patenkind
Thomas ist 11 Jahre alt und lebt mit seinen Eltern und seinen zwei Brüdern in Brasilien.
Fernab der touristischen Romantik von Copacabana und Zuckerhut lebt die Familie in schwierigsten
Verhältnissen.
Er besucht die 2. Klasse der Grundschule in seinem Wohnort. In der elterlichen Landwirtschaft, die nur
das Nötigste abwirft, hilft er mit kleinen Arbeiten. Später möchte er Lehrer werden.
Das Projekt
Das Projekt AGROFLOR widmet sich der Gemeinwesenentwicklung. Dies bedeutet, dass nicht allein das Kind, sondern auch sein Lebensumfeld, wie die Familie und die Dorfgemeinschaft in die Hilfe einbezogen werden.
Involviert sind 13 Dorfgemeinden im Landkreis Bom Jardim im Bundesstaat Pernembuco. Dort ist das Leben von anhaltender Dürre geprägt. Infolge der ständigen Wasserknappheit und der Auslaugung der Böden durch traditionelle Anbaumethoden ist die Erde nicht fruchtbar genug, um den Bauernfamilien ein ausreichendes Einkommen zu ermöglichen. Die unmittelbar sichtbare Folge ist die starke Mangelernährung mit den entsprechenden Folgen für die Gesundheit, vor allem der Kleinkinder.
Ziel ist die Stärkung der Selbsthilfekräfte und der Eigeninitiative der Menschen vor Ort. In etwa fünf bis acht Jahren sollen sich die Lebensbedingungen im Gemeinwesen so verbessert haben, dass die Familien selbst für die Kinder sorgen können.
Wenn etwa die Eltern und Betreuer eines Kindes Lesen und Schreiben lernen, wenn sie etwas über Kinderrechte, Hygiene und Aids
wissen, wenn sie an Kursen zur Ernährungssicherung teilnehmen oder Kleinkredite zur Existenzgründung erhalten, dann
verbessern sich mit dem Haushaltseinkommen der Familien auch die Lebensmittelversorgung und der Gesundheitszustand des Patenkindes.
Mit der Patenschaft nimmt der Pate das Kind als Teil seiner Familie und seiner Gemeinschaft wahr.
Wie werde ich Pate?
Sollten auch Sie Interesse an einer Partnerschaft haben, erhalten Sie auf der Hompage der Kindernothilfe alle erforderlichen Informationen.